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„Weihnachten- Fest der Freude und des Glücks“ Unter diesem Motto wurde die diesjährige Weihnachts-CD der Realschule Parsberg aufgenommen

Sprecher der Klasse 9b

Einen wichtigen Beitrag zur Besinnung und Entspannung in der hektischen Advents- und Weihnachtszeit stellt auch heuer wieder die Weihnachts-CD der Edith-Stein-Realschule Parsberg dar. 66 Schülerinnen und Schüler haben in mühevoller Arbeit zusammen mit ihren Lehrkräften Kathrin und Florian Schönberger, Frank Doll, Bettina Eichenseer, Florian Hiendlmayr sowie Angelika Schattenhofer eine Weihnachts-CD aufgenommen. Mit besinnlichen Texten und beeindruckenden Musikbeiträgen zum Thema: „Weihnachten – Fest der Freude und des Glücks“ sorgen die Jugendlichen der Realschule Parsberg dafür, dass man sich trotz der gegenwärtigen Krisenzeit feierlich auf Weihnachten einstimmen kann.

Textbeiträge

Emily Geitner, Ina Kobler, Lena Baiersdorfer, Dominik Günthner

Das Traditionsprojekt der Fachschaften Musik und Religion beginnt mit einem Gespräch zweier Schüler der Klasse 9b, die sich Gedanken darüber machen, warum Weihnachten oft als Fest der Freude bezeichnet wird. Während man sich in einigen Bundesländern Gedanken über ein Unterrichtsfach „Glück“ macht, gibt es andererseits viele Menschen, die z.B. an Einsamkeit leiden, die in der gegenwärtigen Zeit vieler Krisen Ängste entwickeln und die keine Geborgenheit in ihrem Glauben mehr finden können. Umso wichtiger ist es, über die Weihnachtsbotschaft vom Frieden, der Vergebung und der Freude für alle Menschen nachzudenken.
In der folgenden Geschichte mit dem Titel „Zu viel Weihnachten“ sehen der Ochse und der Esel aus dem Stall von Betlehem vom Himmel auf die Erde herab und beobachten, dass durch die Hektik und den Weihnachtsrummel der Menschen der wahre Sinn von Weihnachten gar nicht mehr erkennbar ist.

Florian Göll und Matteo Meier

Zwei weitere Sprecher der Klasse 9b erklären nun, nach dieser berechtigten Kritik an den Weihnachtsvorbereitungen in der heutigen Zeit, den wahren Sinn von Weihnachten. Er bestehe darin, führen sie aus, dass Jesus als Mensch auf die Erde gekommen sei, als ein Realist, der gegen alle Widerstände Gottes Werk auf Erden verwirklicht. Er denke keine Sekunde daran, den Glauben und die Hoffnung auf das Gute im Menschen aufzugeben. Er glaube daran, dass Menschen, die die Forderung nach Nächstenliebe aktiv umsetzen, sich auch gegenseitig glücklich machen und die wahre Weihnachtsfreude erfahren können.

Nach einer zweiten Weihnachtsgeschichte zum Thema „Schenken aus Liebe“ und einer kurzen Erzählung, die das wahre Geschenk an Weihnachten, die Geburt von Jesus, thematisiert, folgt ein Mundartgedicht des Oberpfälzer Autors Harald Grill mit dem Titel „ Auspacka“. In diesem Text wird die Reduktion von Weihnachten auf ein rein materielles Auspacken von Geschenken mit viel Ironie kritisiert. Davon ausgehend, machen sich nochmals einige Schüler Gedanken über Geschenke, die nichts kosten, wie z. B. das Zuhören, die Zuneigung, das Danken und die Hilfsbereitschaft.
Abschließend werden noch sechs Weihnachtswünsche von den Jugendlichen vorgetragen.

Musik

Chorklassen 5a und 6a

Insgesamt neun Beiträge unterschiedlichster Stilrichtungen wurden einstudiert und aufgenommen. Drei Chorstücke sind besonders hörenswert: Die Chorklassen 5a/6a haben unter der Leitung von Frau Kathrin Schönberger die Weihnachtslieder „Noel Nouvelet“ sowie „Hambani Kahle“ erarbeitet und singen dabei auf Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch – und sogar Zulu. Der Schulchor unter Bettina Eichenseer sorgt mit dem eindringlichen Traditional „Down to the River to Pray“ für Gänsehaut. Die Konrektorin ist außerdem erneut als Solistin mit „True Colours“ vertreten und zeigt hier ihre ganze stimmliche Bandbreite.

Lukas Graf

Die Instrumentalisten Lukas Graf (9b) am Saxofon, Danyil Borovskyi (7c) an der Gitarre und Maximilian Schmid (8e) an der Steirischen Harmonika bringen weitere Highlights: Lukas Graf lässt „Rockin’ Around the Christmas Tree“ jazzig erklingen, Danyil Borovskyi beweist bei „Carol of the Bells“ seine Fingerfertigkeit, und Maximilian Schmid versetzt die Zuhörer mit den klassischen Weihnachtsliedern „Stille Nacht“ und „Ihr Kinderlein kommet“ in Weihnachtsstimmung.

Das Gesangsduo Felicia Oettl und Josepha Nutz (10e) interpretiert „Underneath the Tree“ von Kelly Clarkson einfühlsam und mit beeindruckender stimmlicher Reife.

Felicita Oettl, Josepha Nutz

Begleitet werden die Musikerinnen und Musiker von Florian Schönberger am Klavier, während Kathrin Schönberger an der Trompete bei ausgewählten Stücken Zwischenspiele und zweite Stimmen übernimmt.

Alle Beteiligten bedanken sich herzlich bei den Musiklehrern Florian Hiendlmayr und Frank Doll von der Musikwerkstatt Frauenberg für die technische Durchführung der Aufnahmen. Ohne sie wäre die Produktion der CD nicht möglich gewesen. Ein besonderer Dank gilt zudem der Kunstlehrerin Frau Lichtenegger, die mit den Schülern zahlreiche Weihnachtskarten gestaltet hat, sowie den IT-Lehrkräften, vor allem Wolfgang Kraus, und dem Systembetreuer Florian Bergmann. Ebenso danken wir den beiden Schulsekretärinnen Elisabeth Scherl und Andrea Stiegler, die wie im vergangenen Jahr Weihnachtskarten mit QR-Code zum Herunterladen der CD-Dateien für 5 Euro im Sekretariat verkaufen. Eine Weihnachtskarte zusammen mit der CD ist dort ebenfalls für 7 Euro erhältlich.

Angelika Schattenhofer und Kathrin Schönberger

Bildergalerie

Gegen das Vergessen – 5. Klassen der Realschule feierten Edith-Stein-Tag

Am 10. Oktober war es wieder soweit: Alle Schüler der 5. Jahrgangsstufe der Realschule Parsberg feierten den Edith-Stein-Tag. Eine Unterrichtsstunde lang, erfuhren die Jungen und Mädchen der Eingangsklassen, wer die Namenspatronin ihrer neuen Schule war und warum die Realschule ihren Namen trägt.
An drei im Schulhaus verteilten Stationen erhielten die Jugendlichen wichtige Informationen über die berühmte Pädagogin und Märtyrerin von Schülern der Klasse 8e. Diesen war es ein wichtiges Anliegen, ihren jüngeren Mitschülern das Leben und die Bedeutung der berühmten Klosterschwester näher zu bringen und auch die Fragen der 5. Klässler zu beantworten. Mit viel Engagement hatten die Jungen und Mädchen der 8e bereits in mehreren Religionsstunden mit ihrer Lehrerin Angelika Schattenhofer ihre Vorträge an den einzelnen Lernstationen einstudiert.

1. Station

An der ersten Station mit der Überschrift: „Jüdin – intelligente Schülerin –  Wissenschaftlerin“, die in der Aula der Realschule aufgebaut worden war, erfuhren die Schüler der 5. Klassen zunächst, dass Edith Stein am 12.10.1891 in Breslau geboren wurde und das jüngste von 12 Kindern ihrer Eltern, die eine Holzhandlung betrieben haben, war. Sie wurde im jüdischen Glauben hauptsächlich von ihrer Mutter, die nach dem frühen Tod des Vaters auch den Betrieb weiterführen musste, streng erzogen. Das intelligente Mädchen hatte in der Schule stets gute Noten, so dass es für sie kein Problem war, 1911 das Abitur abzulegen. Nach einer Glaubenskrise im Jugendalter studierte sie schließlich Deutsch, Geschichte, Latein und Philosophie in Breslau. Sie legte auch das Examen für den Beruf als Lehrerin ab. Doch sie war weiter als Wissenschaftlerin im Fach Philosophie tätig und schrieb eine Doktorarbeit. Im Anschluss daran arbeitet sie als Assistentin des berühmten Philosophen Edmund Husserl in Freiburg.

2. Station

Die zweite Lebensstation von Edith Stein mit dem Titel: „Lehrerin – Christin – Klosterschwester“ führte die 5. Klässler zum Eingang der Realschule in der Aschenbrennerstraße. Dort wurde ihnen von zwei Schülern der Klasse 8e erklärt, dass die Namenspatronin ihrer Schule im ersten Weltkrieg als Krankenschwester in einem Kriegslazarett gearbeitet hatte. Als Edith Stein 1918 die Witwe eines Berufskollegen besuchte, der kurz zuvor im Krieg getötet worden war, erwartete sie eine völlig verzweifelte junge Frau vorzufinden. Doch die Witwe war eine sehr gläubige Katholikin, die im Gebet Kraft fand und auch sehr stark an ein Weiterleben nach dem Tode bei Gott glaubte. Diese Erfahrung und die Lektüre der Lebensgeschichte der Heiligen Teresa von Avila beeindruckten Edith Stein so sehr, dass in ihr der Entschluss reifte, selbst Christin zu werden. So wurde sie am Neujahrstag 1921 getauft und empfing wenig später die Sakramente der Kommunion und Firmung. Anschließend arbeitete sie als Lehrerin an der Schule der Dominikanerinnen in Speyer und hielt auch viele wissenschaftliche Vorträge im Fach Pädagogik. Außerdem setzte sie sich bereits damals für die Gleichberechtigung der Frau in Beruf und Familie ein. Später entschloss sich die intelligente Pädagogin im Kloster zu leben und sie trat in das Karmelitinnenkloster in Köln ein.

Im Anschluss daran wurde den Schüler der 5. Klassen die Edith-Stein-Statue, die sich am Eingang der Realschule befindet, näher erklärt.

3. Station

Abschließend folgte die 3. Station im Leben der berühmten Frau mit dem Titel: „Märtyrerin – Heilige – Namenspatronin unserer Schule“.
Um die letzte Lebensstation von Edith Stein hautnah erleben zu können, gingen die Schüler in den Heizungskeller der Realschule. Der Klostername Edith Steins „Schwester Theresia Benedicta a Cruce“, was übersetzt „Schwester Theresia, die vom Kreuz Gesegnete“ bedeutet, enthält bereits einen wichtigen Hinweis auf ihre letzten Lebensjahre. Das Kreuz sollte zum wichtigsten Symbol in ihrem Leben werden.
Ab 1933 wurde überall in Deutschland der Hass auf die Juden geschürt, so dass insgesamt über 6 Millionen unschuldige Menschen, darunter auch viele Frauen und Kinder in den Gaskammern der Konzentrationslager von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Edith Stein floh 1938 in ein Kloster nach Echt in Holland. Doch als 1940 auch Holland von den Deutschen besetzt wurde, war das Schicksal Edith Steins besiegelt. Sie wurde zusammen mit ihrer Schwester Rosa von der Gestapo verhaftet und in das Konzentrationslager Auschwitz transportiert. Es wurde über sie berichtet, dass sie sich dort noch im Angesicht des eigenen Todes um verzweifelte und weinende Kinder liebevoll gekümmert und mit den völlig verängstigten Menschen, getragen von ihrem Glauben, gebetet hat.
Am 9. August 1942 wurde Edith Stein in der Gaskammer des Konzentrationslagers Auschwitz ermordet.

Zum Schluss des Vortrages erfuhren die Jungen und Mädchen der 5. Jahrgangsstufe noch, dass die Namenspatronin ihrer Schule am 1. Mai 1987 selig und am 11. Oktober 1998 heilig gesprochen wurde. So ist Edith Stein eine Heilige und auch ein Märtyrerin, d. h. eine Frau, die für ihren Glauben gestorben ist.

Abschließend gingen die 5. Klässler mit den Referenten der Klasse 8e wieder zurück in den Mehrzweckraum, wo sie als Geschenk zum Geburtstag von Edith Stein einen Schokoriegel des Eine-Welt-Ladens der Realschule erhielten, der von Frau Aumeier bereitgestellt worden war. Diesen besonderen Tag werden sicherlich alle Beteiligten in guter Erinnerung behalten.

 Angelika Schattenhofer

Exkursion aller 9. Klassen nach Flossenbürg zur KZ-Gedenkstätte am 16.07.2025

Als wir das Gelände der KZ- Gedenkstätte Flossenbürg betraten, war sofort spürbar, dass dies kein gewöhnlicher Ort ist. Die Stimmung war eher ruhig und nachdenklich. Keiner wollte mehr lachen. Alles wirkte sehr geordnet, aber auch kühl und ernst. Ich wusste, dass hier Menschen gelitten haben, und irgendwie fühlte ich es auch, obwohl ich den Ort das erste Mal sah.

Zu Beginn haben wir uns die von unserem Rundführer ausgeteilten Satellitenaufnahmen angeschaut, wie das KZ damals aussah und wie es sich bis heute verändert hat. Es war erstaunlich, wie viel bis heute noch erhalten geblieben ist, aber gleichzeitig auch erschreckend, dass an manchen Stellen, an denen Häftlinge gelitten haben, heute nichts mehr an die damalige Situation erinnert. So stehen dort, wo damals die Baracken der Häftlinge standen, heute ganz normale Wohnhäuser.

Wir liefen ein Stück weit über das Gelände und es fiel mir schwer, mir vorzustellen, dass hier früher ein Konzentrationslager mit tausenden Gefangenen war, die unter schrecklichen Bedingungen gelebt haben. Kaum vorstellbar, dass die Bevölkerung im Ort Flossenbürg damals Bescheid wusste und einfach damit gelebt hat.

Besonders eindrucksvoll fand ich auch den Duschraum für die Häftlinge. Wir sind zwar über eine Art „doppelten Boden“ gelaufen, aber dadurch, dass dieser durchsichtig war, konnten wir auf den original erhaltenen Boden sehen, über den die Häftlinge in ihr persönliches Grauen gelaufen sind. Der Duschraum ist gut erhalten und das macht ihn noch bedrückender. Ein karger, schlichter Raum mit Betonboden, die Wände einfach nur schlicht gefliest und verputzt in hellen grauen Tönen. Die Duschköpfe sind nicht mehr da, aber wir durften ein Bild von jenem Waschraum sehen, wie er damals in originalem Zustand ausgesehen hat. Mit Duschköpfen erinnert dieser Raum an ein altbekanntes System, und auch, wenn es sich im KZ Flossenbürg nicht um eine als Gaskammer getarnte Dusche handelt, war dieser Raum trotz allem schrecklich. Der Waschraum, bis heute kalt und trostlos, diente nicht der Hygiene, sondern der Demütigung. Ein Ort, der den Häftlingen schon bei der Ankunft jede Würde und Identität nehmen sollte.

Der Duschraum ist in der ehemaligen Wäscherei untergebracht, ebenso wie die Ausstellung zum Konzentrationslager. Ich hatte mit vielen Informationstafeln gerechnet, aber was mich dort erwartet hat, war so viel mehr. Es waren die Schicksale einzelner Menschen, die mich sehr berührt haben. Keine Zahlen, sondern Gesichter, Briefe, Erinnerungen. Ich habe von unterschiedlichsten Schicksalen gelesen. Einer hat in seiner Jugend Diebstähle begangen und musste deshalb in das KZ Flossenbürg. Einem anderen wurde der Fuß amputiert, obwohl das nicht nötig gewesen wäre, und es gibt noch Tausende weitere solcher Geschichten.

Die Ausstellung hat mir nochmal verdeutlicht, dass hinter jedem Häftling ein Leben stand, eine Familie, eine Leidenschaft, ein Traum. Die persönlichen Gegenstände, wie eine zerknitterte Essensmarke oder Kleidung, wirkt auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar, aber sie erzählen mehr als jede Statistik. Ich hatte das Gefühl, dass man den Menschen ein Stück Würde zurückgibt, indem man sich an sie erinnert, an das, was sie waren.

Am Ende unseres Rundgangs kamen wir in das sogenannte „Tal des Todes“. Dort befindet sich das ehemalige Krematorium, sowie die Stelle, an der viele Hinrichtungen durchgeführt wurden. Die bedrückende Stimmung dort war fast greifbar. Als ich vor dem Gebäude stand, hatte ich das Gefühl, als würde der Ort selbst erzählen, was geschehen ist. Es war ein bedrückendes Gefühl, dort zu stehen, ein Gefühl der Ohnmacht, aber auch der Ehrfurcht. Neben dem Krematorium steht auch noch eine Pyramide. Eine Pyramide aus der Asche der verbrannten Gefangenen. Diese hat zusätzlich zu dem Krematorium auch Tag und Nacht gebrannt. Das ist ein unfassbarer Gedanke.

Nachdem ich dieses Gefühl gespürt habe, wie es ist, in diesem Krematorium zu stehen, habe ich verstanden, warum dieser Besuch so wichtig war. Nicht nur, um sich an diese Geschichte zu erinnern, sondern um sie zu spüren. Um sich bewusst zu machen, was passieren kann, wenn Menschen entmenschlicht werden und was es bedeutet, wenn andere wegsehen.

Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg war für mich eine Erfahrung, die mich tief bewegt und zum Nachdenken gebracht hat. Es war etwas ganz anderes, an einem Ort zu stehen, an dem so viel Leid geschehen ist. Ich habe verstanden, dass Erinnerung nicht nur Wissen ist, sondern auch Mitgefühl und Verantwortung. Gerade heute ist es wichtig, sich bewusst zu machen, wohin Hass und Ausgrenzung führen können und wofür wir als Gesellschaft einstehen müssen. Es ist erschreckend, dass das alles mal bittere Realität war und so viele Menschen so viel Leid ertragen mussten.

Aylin Beer, Klasse 10d