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Ein Blick hinter die Kulissen von Faber-Castell

Wir, die Klassen 7b und 7d, waren im Rahmen des Faches BWR in Begleitung von Frau Scherübl, Frau Söhnlein und Frau Kölbl am 25. Februar 2026 bei Faber-Castell. Dort wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt und mit Headsets ausgestattet. Die Damen, welche unsere Führungen machten, erzählten sowohl Geschichtliches als auch – für unseren BwR-Unterricht – Wichtiges zur Fertigung eines Stifts.

Alles begann 1761 mit dem Schreiner Kaspar Faber, der eigentlich nach Nürnberg wollte, aber in Stein landete, da die Nürnberger schon viele Stiftehersteller hatten und ihn deshalb nicht haben wollten. In seiner Werkstatt stellte er damals etwa fünf Bleistifte pro Tag her. Diese verkaufte seine Frau auf dem Nürnberger Markt. Aktuell werden pro Jahr ca. 2,3 Milliarden Stifte hergestellt. Das sind jeden Tag etwa 500 000 – 600 000. Heute ist die Firma in der 9. Generation und wird von dem CEO Stefan Leitz geleitet. Der Doppelname Faber-Castell entstand dadurch, dass in der 6. Generation die einzig verbliebene Nachkommin Ottilie von Faber den Graf Alexander zu Castell-Rüdenhausen geheiratet hatte. Das Unternehmen hat mittlerweile zehn Standorte weltweit. Zwei davon in Deutschland: In Geroldsgrün werden Kunststoffprodukte produziert wie Textmarker und Geodreiecke, in Stein befindet sich der Hauptsitz, dort werden in Holz gefasste Stifte hergestellt. Die Umwelt spielt dabei für das Unternehmen ein eine große Rolle. Es benutzt Wasserlack, der ungefährlich für die Mitarbeiter und die Natur ist. Außerdem hat die Firma eine große Fläche in Brasilien aufgeforstet, von der nur ein Drittel abgeholzt wird. Für jeden gefällten Baum wird ein neuer gepflanzt. Aus Holzspänen, die bei der Produktion entstehen, werden Pellets gemacht, die zum Heizen verwendet werden. Der Strom wird durch ein Wasserrad am Fluss Rednitz gewonnen. Der meistproduzierte Stift ist zur Zeit der Bleistift „Grip 2001“ und der „Castell Bleistift 9000“ ist derjenige, der am längsten im Sortiment ist. Er ist dunkelgrün mit goldenen Details. Faber-Castell hat zahlreiche Auszeichnungen für Noppen, Wasserlack und für eckige Stifte erhalten. Im Angebot befinden sich runde, drei- und sechskantige Holzstifte. In Stein gibt es ca. 600 verschiedene Modelle. Der Basic-Farbstift ist in 48 Farben erhältlich. Bei Faber-Castell werden für die Herstellung der Stifte verschiedene zertifizierte Holzarten, z.B. Zeder als Rohstoff, sowie Leim und Wasserlack als Hilfsstoffe verwendet. Zusätzlich kommen Fremdbauteile wie Radiergummis und Metallhülsen zum Einsatz. Die Herstellung eines Stiftes bei Faber-Castell umfasst mehrere präzise Fertigungsschritte, die von der Rohstoffvorbereitung bis zum fertigen Produkt reichen. Wir haben die Holzbrettchen gesehen, in welche Rillen gefräst und dann die fertigen Minen mit Leim eingebettet werden. Danach werden diese zusammengeklebt und gepresst. Diese nennt man „Sandwiches“. Noch sehen sie jedoch wie ein dickeres Brett aus. Doch dann werden die Stifte herausgeschnitten. Bis dato ähnelt das noch nicht einem Stift zum Schreiben, weswegen als nächstes die Form geschliffen wird, egal ob Dreikantstift oder runder Stift. Damit die Stifte geschützt sind, sowohl vor dem natürlichen Hautfett als auch vor Bakterien, wenn man in die Hand gehustet oder geniest hat, werden die Stifte nicht nur mit einem Farblack, sondern auch mit einem Klarlack versehen. Diese Lacke basieren alle auf dem von Faber-Castell entwickelten Wasserlack, so dass es kein Problem ist, wenn ein Kind den Stift in den Mund stecken sollte. Die Stifte werden an ihrem Ende noch in Farbe getaucht, was wie eine kleine Kappe aussieht. Zur EM gab es sogar Länderfarben als Stiftabschluss. Zuletzt erhalten die Stifte noch die Prägung mit dem Logo und dem Namen Faber-Castell sowie mit der Stiftbezeichnung. Manche Prägefolien sind sogar in Gold. Zu guter Letzt werden die Stifte noch gespitzt. Wenn sie nach Amerika gehen, entfällt das zum Teil, da dort ungespitzte Stifte gefragt sind. Außerdem legt die gesamte Produktion großen Wert auf Nachhaltigkeit, indem unter anderem eigenes Holz aus zertifizierten Plantagen verwendet wird (z.B. in Brasilien).Fehlerhafte/aussortierte Stifte werden bei Faber-Castell nicht einfach entsorgt, sondern im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens verwertet. Das exklusivste Produkt ist aktuell ein Füller mit drei Diamanten und Weißgold für mehrere Tausend € der Marke „Graf von Faber-Castell. Faber-Castell hat die Rechtsform „Aktiengesellschaft (AG)“ gewählt. Neue Produkte werden bei der Firma selbst entwickelt, da sie die eigene Marktposition als Spitzenreiter durch höchste Qualitätsstandards, Innovationskraft und Nachhaltigkeit sichern wollen. Faber-Castell ist über seine Tochtergesellschaft „Faber Castell Cosmetics“ ein weltweit führender Hersteller von dekorativer Kosmetik, insbesondere von holzgefassten Stiften (Eyeliner, Lipliner, Kajal). Der Hersteller hat schon immer großen Wert auf die soziale Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern und auf soziale Aspekte in seiner Unternehmensphilosophie gelegt. Als es noch nirgends Kindergärten oder Betriebsrenten gab, hat dies das Unternehmen schon für seine Mitarbeiter angeboten. Daran hat sich bis auch nach vielen Generationen bis heute nichts geändert. Es war wirklich ein sehr interessanter Vormittag.

Paula Schultes und Corvin Scharf (7 b)

Adventskonzert in Frauenberg: Chorklassen der Edith-Stein-Realschule wieder mit dabei

Auch in diesem Jahr wirkten die Chorklassen der Realschule beim traditionellen Adventskonzert am dritten Adventssonntag in Frauenberg mit und setzten damit ein musikalisches Highlight in der vorweihnachtlichen Zeit. Zusammen mit ihren Lehrkräften Kathrin und Florian Schönberger präsentierten die 34 Kinder aus den 5. und 6. Klassen die Stücke „Noël Nouvelet“ und „Hambani Kahle“ und bewiesen dabei eindrucksvoll ihre sprachliche und musikalische Vielfalt: Mit Begeisterung und Konzentration sangen sie in Französisch, Deutsch, Englisch, Italienisch und sogar in Zulu – eine beeindruckende Leistung für so junge Sängerinnen und Sänger.

Die glockenklaren Kinderstimmen, die bereits nach wenigen Wochen intensiven Chorklassenunterrichts mehrstimmig und harmonisch erklangen, verzauberten die Zuhörer und erfüllten die festlich geschmückte Kirche mit weihnachtlicher Atmosphäre. Das von Manfred Soderer mit viel Herzblut organisierte Konzert bot dem begeisterten Publikum weitere musikalische Highlights: Die Frauenberger Blasmusik sorgte für traditionelle Klänge, das Männergesangsensemble „AlioCanto“ und „daChor Frauenberg“ beeindruckten mit mehrstimmigen Chorwerken, während virtuose Solodarbietungen auf Steirischer Harmonika, Trompete und Cello das Programm ergänzten. Moderne Lieder wie der beliebte „Snowman“ und stimmungsvolle Textbeiträge von Daniela Hummel sorgten für eine gelungene Mischung aus Tradition und Zeitgeist.

Ein rundum gelungener und berührender Abend, der die jahrelange Tradition des Adventskonzerts in Frauenberg eindrucksvoll fortführte und sowohl die jungen Künstlerinnen und Künstler als auch das Publikum in festliche, besinnliche Stimmung versetzte. Die große Beliebtheit der Veranstaltung zeigte sich einmal mehr daran, dass die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt war – zahlreiche Besucher mussten sogar einen Stehplatz in Kauf nehmen, um dieses besondere Konzerterlebnis nicht zu verpassen.

Beim anschließenden Besuch des stimmungsvollen Weihnachtsmarkts konnten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Familien den erfolgreichen Tag besinnlich ausklingen lassen.

Kathrin Schönberger

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