
Auch heuer konnten wir im Rahmen der Leseförderung wieder eine Autorenlesung der besonderen Art anbieten. Am 12.03.2019 war die renommierte Autorin Nina Weger zu Gast an der Edith-Stein-Realschule und las in drei aufeinanderfolgenden Lesungen für unsere fünften und sechsten Klassen vor. Neben ihrem Buch „Ein Krokodil taucht ab und ich hinterher“ hatte sie auch ihr neuestes Werk mit dem Titel „Als mein Bruder ein Wal wurde“ im Repertoire. Die Schüler durften selbst auswählen, aus welchem Buch vorgelesen werden sollte. So entschieden sich die jungen Zuhörer in der ersten Lesung mehrheitlich für „Als mein Bruder ein Wal wurde“.
Darin geht es um den Jungen Bela, dessen von allen geliebter großer Bruder Julius beim Überqueren der Straße unverschuldet von einem LKW erfasst wird und ins Wachkoma fällt. Dies verändert das Leben in der Familie völlig. Trotz aller Therapien verschlechtert sich Julius Zustand immer mehr. Die Familie muss eine Entscheidung treffen. Doch was ist richtig und was ist falsch? Darf man über das Leben eines anderen entscheiden, den man nicht mehr nach seinen Wünschen fragen kann? Was würde Julius selbst wollen? Letztendlich macht sich Bela zusammen mit seiner Freundin Martha heimlich auf nach Rom, um den Papst um Rat zu fragen, denn dieser sollte schließlich wissen, wie man in einem solchen Fall zu entscheiden hat. Nun beginnt ein abenteuerlicher Roadtrip der beiden.
Nina Weger zog mit ihrer professionellen Lesung die Zuhörer schnell in ihren Bann und erzählte eine berührende Geschichte, die sehr spannend blieb und trotz der ernsten Thematik durch humorvolle Stellen auch des Öfteren zum Schmunzeln anregte.
In ihren beiden weiteren Lesungen hatten sich die Schülerinnen und Schüler für das Buch „Ein Krokodil taucht ab und ich hinterher“ entschieden. Dabei ging es um eine spannende, phantasievolle Abenteuergeschichte über Familie und Freundschaft, mit lustigen und traurigen Passagen.
Die Hauptfigur Paul, der als Haustier einen Mississippi-Alligator namens Orinoko besitzt, findet sich in einer neuen Familiensituation wieder, denn die Freundin seines Vaters ist samt ihrer Tochter Elektra bei ihnen zu Hause eingezogen. Als sein geliebter Alligator versehentlich die Toilette hinuntergespült wird, steht für Paul fest, dass er in die Kanalisation hinabsteigt, um seinen kleinen Freund zu retten. Er will nie mehr nach Hause zurückkehren. Der Junge ist allerdings sehr überrascht, als er auf eine Bande von Kindern trifft, die dort unten lebt. Diese sind aus den verschiedensten Gründen von ihren Familien ausgerissen, beispielsweise wegen der Scheidung der Eltern, ständigem Leistungsdruck oder wegen Eltern, die nie Zeit hatten. In der Kanalisation haben sie sich ein neues Heim geschaffen. Auf der gemeinsamen Suche nach dem Alligator steht Paul und den anderen Kindern eine abenteuerliche Zeit bevor.
Nach jeder Lesung hatten die Schülerinnen und Schüler dann noch Gelegenheit, der Autorin Fragen zu stellen, wovon eifrig Gebrauch gemacht wurde. So wurde beispielsweise geklärt, wie die Cover zu den Büchern entstehen, wie lange sie an einem Buch schreibt und wie sie dabei vorgeht oder wie sie auf ihre Themen kommt. In diesem Zusammenhang wurde auch klar, wie gründlich Nina Weger für ihre Bücher recherchiert. Viele Schülerinnen und Schüler nutzten zudem die Möglichkeit, eine persönliche Signatur der Autorin zu ergattern. Und so endete eine sehr interessante und gewinnbringende Veranstaltung, bei der man als Zuhörer richtig Lust auf die vorgestellten Bücher bekam!
Bettina Söhnlein
Nina Weger beim Signieren
Bettina Söhnlein
Unsere Schule hat sich auch dieses Jahr schon zum dritten Mal an der Haus- und Straßensammlung des Bund Naturschutzes mit sehr viel Engagement beteiligt. Dabei haben wir innerhalb einer Woche über 2600 Euro gesammelt und waren somit die beste Schule im gesamten Landkreis Neumarkt. Die Fachschaft Biologie konnte heuer zahlreiche Schüler aus den 5. bis 8. Klassen gewinnen, die viel Freude daran hatten, sich für unsere Natur einzusetzen. Am erfolgreichsten war die Klasse 5c mit Spenden über 850 Euro.
Die Teilnehmer des Wettbewerbs kamen von sieben Oberpfälzer Realschulen, und dabei waren Lisa und Anna das einzige Mädchenteam. Dies zeigt, dass Mädchen in der vermeintlichen Männerdomäne durchaus konkurrenzfähig sind, denn bereits im vergangenen Schuljahr nahmen die zwei sehr erfolgreich bei den Robotik-Meisterschaften der Realschulen teil.
Die Schwierigkeit der Aufgaben kann man auch daran erkennen, dass die Teams bereits im Januar an den Robotern zu bauen begonnen hatten. Dass ihnen die Konstruktion und Programmierung ihrer Roboter jedoch hervorragend gelungen ist, zeigen die Erfolge beim Wettbewerb in Burglengenfeld.
Mit dem Ergebnis beim Regionalentscheid haben sich die beiden Teams auch für die Teilnahme am Finale der Robotik-Meisterschaft der Realschulen in Bayern qualifiziert, das Ende Juli in München stattfindet. Hier müssen die Teams dann gegen die jeweils drei bestplatzierten der teilnehmenden Regierungsbezirke antreten. Dabei ist die Konkurrenz groß, denn bayernweit nehmen dieses Jahr 55 Realschulen an der Meisterschaft teil. Dies heißt zum einen für die beiden Teams ihre Roboter weiter zu optimieren, um auch in München gut abzuschneiden. Zum anderen zeigt es aber auch, welch hohen Stellenwert Robotik und Technik mittlerweile an den Realschulen einnimmt, um ihre Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen der Berufswelt vorzubereiten.

Um herauszufinden, ob nach dem Realschulabschluss auch ein technischer Beruf interessant sein könnte, hatten 15 Schülerinnen der sechsten Klassen am 11.03.2019 unter dem Motto „Mini-Girls’Day“ die Möglichkeit, dies an der Universität Regensburg zu testen. Im Labor der Fakultät für Physik standen Elektronik, Löten und schließlich Programmieren auf dem Plan.
Blinken Rocket – eine „Rakete“ zum Löten und Programmieren – eignet sich hervorragend, um mit diesem Thema zu beginnen. Nach einigen Lötübungen auf einer Testplatine wurde die „Rakete“ bestückt und zusammengelötet. Anschließend wurde mit Hilfe des Smartphones die LCD-Anzeige der „Rakete“ programmiert. So konnten Botschaften in Form einer Laufschrift übermittelt und auch eigene Animationen erstellt werden. Und am Ende durften die Mädchen ihre Blinken Rocket natürlich auch mit nach Hause nehmen.
