Chorklassenunterricht an der ESR

DIe erste Chorklasse 2011
DIe erste Chorklasse 2011

Das Modell „Chorklasse“ geht an der ESR nun bereits ins siebte Schuljahr.  2011 startete diese Form des erweiterten Musikunterrichts mit 22 SchülerInnen (Klasse 5f), 2012 kamen 18 Teilnehmer hinzu, 2013 und 2014 waren es sogar jeweils 28, und 2015 31. 2017 ließen sich insgesamt 45 junge SängerInnen  auf das Abenteuer „Chorklasse“ ein, so dass sogar zwei Chorklassen eingerichtet wurden. Aktuell (Schuljahr 2017/2018) haben gerade 31 SchülerInnen das neue Schuljahr als Mitglieder der 5. Chorklasse begonnen. Alle TeilnehmerInnen bereichern das Schulleben mit ihrem unbekümmerten, liebenswerten Auftreten sowie der enormen Begeisterungsfähigkeit. Nicht nur in der Schule überzeugen die jungen Musiker, sondern stellen auch bei zahlreichen außerschulischen Auftritten ihr Können unter Beweis.

Spontaner Massagekreis der Klasse 6f bei der CD-Aufnahme 2012

Erstaunlicherweise scheinen die Forschungsergebnisse, welche mögliche Transfereffekte bescheinigt haben, sich in der Tat zu bestätigen. Ab der ersten Musikstunde setzten alle Schüler das Motto „Mut und Respekt“ ohne Wenn und Aber in die Tat um: Mut benötigt man, da es anfangs nicht leicht fällt, auch einmal alleine zu singen; Respekt hingegen wird jedem Mitglied der Chorklasse entgegengebracht, so dass ein Auslachen oder Ähnliches ausgeschlossen ist. Beispielsweise wurden kleine Erfolge Einzelner – z. B. wenn ein Schüler, der in den ersten Wochen Schwierigkeiten hatte, die richtigen Töne zu treffen, plötzlich große Fortschritte machte – von der ganzen Klasse mit Applaus bedacht. Zudem zierte sich keiner, wenn er einmal eine Übung alleine vortragen sollte (im Gegenteil: Am liebsten wollten dann gleich alle immer ihr Können unter Beweis stellen). Ein positiver Einfluss des Singens in einer Chorklasse auf Schlüsselqualifikationen wie gegenseitige Rücksichtnahme, Teamfähigkeit, aber auch Auswirkungen hinsichtlich eines gesunden Selbstvertrauens können aus eigener Erfahrung nicht mehr von der Hand gewiesen werden.

Doch wie stellt man sich eigentlich den Unterricht in einer Chorklasse vor? Die ganze Musikstunde verschiedene Lieder singen? So einfach ist es natürlich nicht. Im Vordergrund steht immer eine sogenannte Stimmbildung, denn nur durch regelmäßige und gezielte Übungen lassen sich auch Weiterentwicklungen im stimmlichen Bereich erreichen. Mittels Stimmbildungsgeschichten, Stimmspielen, Hör-, Atem-, Lockerungsübungen und Ähnlichem soll ein abwechslungsreicher und spielerischer Lernzuwachs erfolgen. Selbstverständlich ist auch das Singen von Liedern unterschiedlichster Stilrichtungen ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts, doch auch hier wird nicht einfach nur gesungen, sondern immer versucht, eine Verbesserung des Klangergebnisses zu erzielen. Die Methode der „relativen Solmisation“, ein Verfahren, welches die Verhältnisse der Tonhöhen zueinander benennt, kommt regelmäßig zum Einsatz. Eine Kombination von Handzeichen mit Tonsilben dient dazu, die Hörempfindung der Tonbeziehungen zu intensivieren und ein Erinnern zu erleichtern, so dass die Schülerinnen und Schüler beispielsweise allmählich in der Lage sind, ohne große Hilfestellung von Seiten des Lehrers sicher vom Blatt zu singen.

Kooperation mit der Universität Regensburg 2016
Kooperation mit der Universität Regensburg 2016

Staatliche Realschule Parsberg

Return to Top ▲Return to Top ▲