Abschied nach schöner Zeit

Realschuldirektorin Ingrid Meggl geht nach 16 Jahren als Rektorin in Parsberg in den Ruhestand und blickt zurück.

Aus den Neumarkter Nachrichten vom 16.07.2026.

Von Werner Sturm.

Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 hat Ingrid Meggl die Leitung der Edith-Stein-Realschule in Parsberg übernommen. Nach 16 Jahren verabschiedet sich die Rektorin an diesem Donnerstag in den Ruhestand. Unsere Zeitung hatte Gelegenheit, sich vorab mit ihr zu unterhalten. „Es war eine schöne Zeit hier in Parsberg. Hier durfte ich viele schöne Begegnungen erleben, mich über hoch anständige und motivierte Schülerinnen und Schüler sowie über großen kollegialen Zusammenhalt freuen und das gute Miteinander in der gesamten Schulfamilie genießen“, sagte die Schulleiterin kurz vor ihrem Ruhestand. Geboren und aufgewachsen ist die Pädagogin in Regensburg, wo sie nach dem Abitur die Fächer Deutsch und Englisch für das Lehramt an Realschulen studierte. „Neben meinem Faible für Sprachen hat mich vor allem der Umgang mit Menschen und die Arbeit mit jungen Leuten besonders interessiert, deswegen habe ich diesen Weg gewählt“, erinnert sie.

Ins Ministerium und zurück

Von 1985 bis 1986 verbrachte Meggl ein Studienjahr als Teaching Assistant in Southern Illinois in den Vereinigten Staaten. Nach dem erfolgreichen Abschluss des zweiten Staatsexamens trat sie ihre erste Stelle an der Staatlichen Realschule in Schwandorf an und war dort sechs Jahre als Lehrerin tätig, bevor sie Ende der neunziger Jahre für fünf Jahre als Mitarbeiterin im Kultusministerium in ein Referat, das unter anderem für den Seminarbetrieb zuständig war, abgeordnet wurde. „Dies war eine sehr interessante Zeit, weil ich viel Neues lernte und gute Kontakte knüpfen konnte, obwohl ich die Arbeit an der Schule und mit den Schülern schon sehr vermisste“, so die scheidende Schulleiterin. 2003 ging sie dann als Konrektorin an der Staatlichen Realschule Riedenburg in den Schuldienst zurück. Nach zwei Jahren wechselte sie von dort an die Staatliche Realschule Bogen. Als Schulleiterin war sie hier fünf Jahre lang tätig, bevor sie nach mehr als zehn Jahren „in der Fremde“ in die heimatliche Oberpfalz zurückkehrte und sich der neuen Herausforderung an der Edith-Stein-Realschule stellte. „Eine gute Schule ist für mich nicht nur zeitgemäßer und effektiver Unterricht, der unsere Schülerinnen und Schüler fit macht für die Zukunft – beruflich und persönlich –, sondern vor allem auch ein lebendiges Schulleben, in dem die jungen Menschen ihre besonderen Stärken einbringen und ihren Neigungen nachgehen können. Ich stelle mir eine Schule vor, an der sich Schüler und Lehrer wohlfühlen und sich freundlich, mit gegenseitigem Respekt und Vertrauen begegnen. Dazu muss jedes Mitglied in der Schulfamilie seinen Beitrag leisten, dann ist Schule nicht nur Lernort, sondern auch ein Stück Lebensraum, an den man sich auch in späteren Jahren noch gerne zurückerinnert.“

Diese Worte sprach sie damals bei ihrer Amtseinführung. Zu ihrem Abschied nach 16 Jahren darf sie jetzt mit Freude und berechtigtem Stolz feststellen, dass ihre Worte von damals an der Edith-Stein-Realschule Realität geworden sind. „Ich fühle mich der Edith-Stein-Realschule verbunden und wünsche ihr für die Zukunft alles Gute“, sagte Ingrid Meggl zum Abschied und fügte an: „Ich bin guten Mutes, dass dem so ist.“ Ihren neuen Lebensabschnitt wird Ingrid Meggl zusammen mit ihrem Lebenspartner in Waldetzenberg genießen. „Ich reise sehr gerne, bin der Kultur zugetan und habe mir vorgenommen, wieder mehr auf meine Gesundheit zu achten“, sagte sie.